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Golden Profiler of Personality (GPOP)


Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder hat seine Vorlieben, bevorzugte Verhaltensweisen, Entscheidungsstrategien, Vorstellungen, Geschmack, etc. Dies äußert sich in seinem Vorgehen bei der täglichen Arbeit. Eine Person braucht klare Konzepte, um erfolgreich handeln zu können, eine andere benötigt Freiheiten zur erfolgreichen Arbeit, welche die erste Person vielleicht als das Chaos einschätzen würde. Beide Personen erreichen ihr Ziel, jede mit einer eigenen Strategie. Daraus lässt sich leicht erkennen, dass abhängig vom Arbeitsumfeld die eine Person erfolgreich ist, während die andere hier weniger gut zurecht kommt.

Jeder hat seine individuellen persönlichen Präferenzen. Diese Persönlichkeitspräferenzen sind vergleichbar mit der Präferenz, mit welcher Hand ein Mensch nach einem Gegenstand greift. Der Mensch gibt einer Hand den Vorzug. Diese Entscheidung läuft automatisch ab und erfordert keinerlei Überlegung oder Entscheidung. Sie ist zeitlich stabil. Ähnlich, aber viel komplexer, ist es mit Persönlichkeitspräferenzen.

Der Golden Profiler of Personality misst nicht die Fähigkeiten einer Person, sondern die Art, wie diese Person mit ihrer Präferenz ihre Fähigkeiten einsetzt. Er misst die Neigungen und bevorzugte Verhaltensweisen einer Person, die sie im Laufe der Zeit angenommen hat und ihr bewusst sind:

  • mit welchen Präferenzen sie ihre psychische Energie einsetzt
  • wie sie Informationen aufnimmt
  • wie sie Entscheidungen trifft.

Der Golden Profiler of Personality eröffnet ein neues Terrain in der Einschätzung von Persönlichkeitstypen. Es wird nicht nur der allgemeine Typus einer Person eingeschätzt, sondern es werden differenzierte Unterkategorien erfasst, um die unverwechselbare Individualität eines Menschen zu beschreiben und sein Verhalten unabhängig vom Kontext zu verstehen.

Der GPOP ist ein reliables und valides Instrument mit einer überzeugenden theoretisch und statistisch gut abgesicherten Basis. Er ist aus dem Amerikanischen übertragen. Die Fragen des GPOP sind an unsere europäische Kultur angepasst und stammen aus dem sozialen und Arbeitsumfeld. Sie repräsentieren mitteleuropäische Überzeugungen und Werte.

(Quelle: R. Bents, R. Blank: GPOP Manual, Verlag Hans Huber, 2004)