Logo

Konzepte, Vorgehen und Methoden


Übersicht

Konzepte und Methoden lassen sich aus den unterschiedlichen Bereichen übernehmen. Manipulation und Therapie werden ausgeschlossen. Die Prozessberatung und Interventionen kommen aus folgenden Schulen:

  • Klassische Beratung
  • Systemisch-konstruktivistische Methoden
  • Neuro-Linguistische Prozessarbeit (NLP)

Klassische Beratung

Klassische Beratung ist die Übertragung von Fachwissen, also Expertenberatung. Verschiedene Berater kommen hier zu näherungsweise gleichen Lösungen. Das Ergebnis kann eindeutig als richtig oder falsch beurteilt werden. Typische Beispiele sind Steuerberater oder juristische Berater.

Coaching ist Beratung in Entscheidungssituationen, in denen allein der Klient Zugang zum relevanten Wissen hat. Dies ist der Bereich, in dem über Verhaltensweisen entschieden wird. Die inhaltliche Kompetenz liegt und bleibt beim Klienten, da seine Umwelt bei einer Änderung seines Verhaltens ebenfalls mit einer Verhaltensänderung reagiert. Der Coach führt durch den Prozess und versucht, alternative Sichtweisen zu ermöglichen. Diese können den Klienten zu neuen eigenen Lösungen führen.

Systemisch-konstruktivistische Methoden

In der systemisch-konstruktivistischen Theorie entsteht die Realität durch Beobachtung eines Vorgangs und dessen automatischer Bewertung auf Grund der eigenen Erfahrung. Das Ergebnis dieser Bewertung wird als Wirklichkeit angesehen.

Es gibt zwei Kategorien von Wirklichkeiten, die „harte“ und die „weiche“ Wirklichkeit. Die harte Wirklichkeit ist der Bereich, der durch Beobachtung nicht beeinflusst wird, zum Beispiel der naturwissenschaftlich-technische Bereich. Die weiche Wirklichkeit ist diejenige, die darauf reagiert, wie der Beobachter sie beschreibt, z. B. Vertrauen, Freude, Gereiztheit, Antipathie usw. Ein typisches Beispiel ist der sozial-interaktive Bereich. Dazu gehört auch das gesamte Arbeitsumfeld.

Beispiel: ein erwachsener Mensch sieht einen entgegenkommenden großen Hund.

Fall A: Er ist als Kind mit einem Hund als bestem Spielkameraden aufgewachsen.
Reaktion: Hund -> gutes Gefühl, Freude

Fall B: Er ist als Kind von einem Hund gebissen worden.
Reaktion: Hund -> Gefahr!

So bewertet die Erfahrung das Wahrgenommene und erzeugt die subjektive weiche Wirklichkeit.

Der Mensch ist ein komplexes nicht-triviales System, welches aus seiner Geschichte lernt und dessen Verhalten damit im Prinzip unvorhersehbar ist. Coaching ist der Umgang mit eben diesem System und seiner Wechselwirkung mit der Umwelt.

Interventionen und Methoden des NLP

Wesentlicher Bestandteil des Coachings ist der Einsatz spezifischer Methoden, Techniken und Interventionen aus dem NLP. Verantwortliches Handeln setzt die Kenntnis der Indikation und Kontraindikation der verschiedenen Techniken und Interventionen voraus.

Kommunikation ist viel mehr als nur Worte. Etwa 55% der Wirkung wird durch die Körpersprache bestimmt (Körperhaltung, Gestik, Augenkontakt), ca. 38% durch die Stimmlage und Sprechgeschwindigkeit und nur 7% durch den gesprochenen Inhalt.

Der Klient kann sich problem- oder zielorientiert verhalten (‚weg von’ oder ‚hin zu’). Aufgabe des Coachs ist, das eigentliche Ziel des Klienten gemeinsam mit ihm herauszuarbeiten.

Ressourcen sind die Hilfsmittel, die eingebracht werden können, um zum Erreichen des Ziels beizutragen. Dazu gehören Physiologie, Zustände, Gedanken, Strategien, Erfahrungen, Menschen, Ereignisse oder Besitztümer.

Glaubenssätze bzw. Überzeugungen beschreiben alles, was ein Mensch über sich und die Welt für wahr hält. Sie entstehen aus Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Sie beinhalten Generalisierungen, die wir über die Welt sowie unsere Arbeits- und Verhaltensprinzipien machen. Glaubenssätze sagen uns, was sinnvoll ist und was nicht oder was möglich bzw. unmöglich ist. Sie bestimmen damit unser Verhalten. Wir sind uns der meisten Glaubenssätze gar nicht bewusst, sondern halten sie für normale Tatsachen. Das gilt auch für einschränkende Glaubenssätze über uns selbst. Glaubenssätze haben die Tendenz, sich selbst zu bestätigen. Das Bewusstmachen und das Hinterfragen von einschränkenden Glaubenssätzen kann deren Wirkung verändern.

Die Realität ist immer die Frage des Blickwinkels. Oft gibt es interessante Wahrnehmungen, wenn man eine Situation aus einer anderen Sicht erfährt. Normalerweise ist man in der ‚ich’-Position oder auch 1. Position. Ein Wechsel in die Position des Gegenübers (2. Position) kann zu neuen Wahrnehmungen führen. Der Wechsel in einen außen stehenden Beobachter (3. Position) erzeugt wieder einen anderen Blickwinkel.

Es gibt Trainer, Lehrer, Präsentatoren und Dozenten, die in ihrer Außenwirkung einfach exzellent sind. NLP versucht herauszufinden, welche Strategien und Verhaltensmuster diese Menschen haben, mit deren Hilfe sie diese herausragenden Ergebnisse produzieren. Diese Muster und Strategien können modelliert und anderen Personen gelehrt werden. Diese können durch Anwendung des Gelernten auch ähnlich herausragende Leistungen erbringen.

Im Coaching werden diese Konzepte genutzt um Ihnen neue Perspektiven zu bieten.